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Wohlfühl - EMDR

das Leben wieder genießen

Kennst du das?

Du kommst immer wieder in bestimmte Situationen, in denen du genervt und gestresst reagierst, obwohl sie eigentlich gar nicht so schlimm sind? 

Das kann daran liegen, dass sich im Gehirn sogenannte neuronale Netzwerke bilden. Sie dienen eigentlich dazu, uns effizient und schnell handeln zu lassen. Sich wiederholende Situationen werden sozusagen aus Effizienzgründen erst einmal gleich abgehandelt und das ist grundsätzlich gut und hilfreich, ist ein Teil unseres Lernens und unserer Entwicklung.

Wenn sich jetzt aber irgendwann einmal eine oder mehrere Situationen abgespielt haben, in denen du, aus welchen Gründen auch immer, emotional oder körperlich überlastet warst und deswegen gestresst oder genervt reagiert hast, dann hat dein Gehirn sich die damals damit verbundene  Stressreaktion ebenfalls gemerkt. Und immer, wenn diese Situation oder auch nur ein bestimmter Aspekt dieser Situation jetzt wieder auftritt, reagierst du erst einmal mit der damaligen Stressreaktion.

Es kann z.B. das Einkaufen sein, das dir unangenehm ist oder ein Besuch, der sich ankündigt,  ein bevorstehendes Team - Meeting oder eine bestimmte Familiensituation, das Betreten eines Krankenhaus, das Packen für den Urlaub, usw., usw. Für sich gesehen, alles Alltagssituationen, die eigentlich kein Problem wären, dir aber schwer fallen und dich stressen, ohne dass du genau weißt, warum. 

Ein Belastungsnetzwerk ist gestartet.

Im Wohlfühl - EMDR gönnen wir uns den Luxus, nicht dramatische, aber ungeliebte Lebenssituationen anzuschauen und sie in normale oder sogar angenehme Lebensbereiche zu verwandeln. Warum sollten wir mit Belastungen und Stress leben, nur weil sie im strengen Sinn kein Trauma sind?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Situation könnte auch sein: du hast Feierabend, einen freien Tag oder vielleicht sogar Urlaub, kannst aber nicht abschalten? Die Gedanken an die Arbeit kommen immer wieder? Oder du unternimmst gerade etwas Schönes, könntest es eigentlich genießen, aber eine ominöse Unruhe erfasst dich immer wieder? Oder du sorgst dich um jemanden oder etwas und bekommst diese Gedanken einfach nicht aus dem Kopf? Hast vielleicht sogar schlaflose Nächte deswegen?

Der Volksmund sagt nicht umsonst: "das geht mir im Kopf herum". Denn so ist es tatsächlich: die Informationen werden in unserem Gehirn wie auf Straßen weiterbewegt. Ein Gedankenkreisel startet und deine Gedanken kreisen immer um das gleiche Problem, jedoch ohne dass du zu einem sinnvollen Ergebnis kommst. 

Auch hier wirkt dann ein Belastungsnetzwerk. Der gleiche Weg wird immer wieder eingeschlagen, auch wenn er  völlig unproduktiv im Kreis herumführt. Und auch hier ermöglicht die bilaterale Stimulation ein Ausfahren und entdecken neuer "Straßen". Du kommst zur Ruhe und kannst deine Freizeit genießen.

 

Du versetzt dich gedanklich zuerst einmal in die ungeliebte, dich belastende Situation. Dann beginnen wir mit der bilateralen Stimulation, z.B. über geleitete Augenbewegungen oder das wechselseitige Antippen der Knie, auch Taping genannt. Dies aktiviert zunächst einmal die Gehirnhälften und die entsprechenden Speicherareale. Die unbewusst gespeicherte, stressbesetzte Lebenssituation wird dadurch sozusagen noch einmal hervorgeholt und kann dann vom Gehirn neu bewertet und vom Stress entkoppelt werden. Oft genügt das schon, um sie deutlich zu entspannen und auf Dauer dann neutral werden zu lassen.

Bei Bedarf können wir dies auch noch optimieren, indem wir, ähnlich wie in der klassischen Traumatherapie ein Entlastungsnetzwerk, ein Ressourcennetzwerk schaffen und mit (dem Rest) des alten Belastungsnetzwerkes verknüpfen. 

 

 

Ein Teil eines Entlastungsnetzwerkes kann z.B. ein  vorgestellter Wohlfühlort sein,  an dem du dich sicher und entspannt fühlst, eine ruhige Waldlichtung zum Beispiel oder ein imaginärer, gemütlicher Platz in deiner Wohnung. Oder auch dein Lieblingssong oder ein Musikstück, das dich entspannt und beruhigt oder fröhlich macht.

Die beiden Netzwerke werden dann durch die Arbeit mit EMDR derart intensiv und nachhaltig verbunden, dass das Belastungsnetzwerk nicht mehr ohne das Ressourcen -netzwerk aktiviert werden kann. Das heißt, beim Auftreten der belastenden Situation wird gleichzeitig deine Ressource aktiviert und fängt die Stressreaktion ab.

Ein schönes Bild dafür gibt es auch im Straßenverkehr: du biegst zwar vielleicht noch mal in den gewohnten Kreisverkehr ein, findest aber gleichzeitig oder sehr schnell die passende Ausfahrt in eine ruhige Straße und  bist nicht mehr im Stress und der Belastung gefangen. Neue Bewertungen, Emotionen und Verhaltensweisen stehen dir zur Verfügung, du kannst dich in der ehemals angespannten Lage entspannen und wohlfühlen.

Wie geht das?

neuronale Netzwerke.jpeg

"Neurons that fire together, wire together"

"Neuronen, die miteinander feuern, interferieren miteinander"  (verstärken sich gegenseitig oder schwächen sich ab)

 SCHMERZTHERAPIE - EMDR & REPROCESSING

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